Itzumer Nikolausjournal 2022 erbringt 9.000 €

9.000 Euro überweist die Kolpingsfamilie St. Georg aus Hildesheim- Itzum an Kolping International Association e.V. in diesen Tagen. Ein Ergebnis, das durch den Verkauf mit Lieferservice frei Haus von selbst gebackenen Weihnachtskeksen, Honig, Marmeladen, Likör und Misteln sowie durch Spenden der Mitbürgerinnen und Mitbürger im südlichen Hildesheim erzielt werden konnte.
Zum dritten Male erschien 2022 das Itzumer Nikolausjournal, da auch im letzten Jahr aufgrund der Corona- Situation wiederum kein Itzumer Nikolausmarkt stattfinden konnte. Mit dem Nikolausjournal versucht die Kolpingsfamilie St. Georg, die nicht erzielten Ergebnisse des Nikolausmarktes mittels des Nikolausjournals auszugleichen und somit wieder einen Beitrag leisten zu können, um die Ärmsten der Armen in Tansania zu unterstützen.

10.000 Exemplare des Itzumer Nikolausjournals verteilten fleißige Helferinnen und Helfer an alle Haushalte in Lechstedt, Itzum, Marienburg, auf der Marienburger Höhe und dem Weinberg. Beim Ausliefern der bestellten Kekse, Marmeladen, Honig und Liköre erlebten unsere Lieferanten ein herzliches Willkommen an vielen Türen. Wie viele Menschen waren dankbar für den Besuch und die Möglichkeit, als allein lebender Mensch in der Adventszeit mit dem Kolping- Lieferservice ein wenig plaudern zu können. Allen Helferinnen und Helfern, die dieses wunderbare Ergebnis ermöglicht haben, sei von ganzem Herzen gedankt. Dies ist ein außerordentliches Zeichen der Solidarität und zeigt, dass viele bereit sind, ehrenamtlich ihre Zeit zum Wohle des Nächsten einzusetzen.

Dr. Markus Demele, Generalsekretär von Kolping International Association e.V. dankt in seinem Schreiben an die Kolpingsfamilie St. Georg in Hildesheim Itzum allen Helferinnen und Helfern mit den Worten: „Ich freue mich erstmal sehr über die verschiedenen landwirtschaftlichen Initiativen, die aufgrund dieser tollen Spende in Tansania möglich sind. Das Geld wird dort dringend gebraucht und ich hoffe, dass es uns gelingt, viele Menschen widerstandsfähig zu machen gegen die externen Schocks, die gerade die ländliche Bevölkerung immer wieder treffen.“

Kolping International wird mit dem überwiesenen Geldbetrag kleinbäuerliche Betriebe in Ntojia in der Region Kagera in Tansania dabei unterstützen, ihre Produktion nachhaltig zu steigern. Nachhaltig bedeutet ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und wo möglich zu verbessern. Aus diesem Grund steht bei Kolping seit gut zwanzig Jahren die Anschaffung und Bereitstellung von Kleintieren, Ziegen und Schafen im Vordergrund, um mit dem Dung Kompost herzustellen. Kompost hat für die kleinbäuerlichen Betriebe handfeste Vorteile: Er schont die Böden, verbessert den Wasserhaushalt (wichtig in Zeiten des Klimawandels) und vor allem: sie brauchen ihn nicht zu kaufen, sondern können ihn aus Grünabfällen und tierischem Dung selber herstellen.
So können die Kleinbauern nicht nur Nahrungsmittel für ihren eigenen Verzehr herstellen, sondern haben die Möglichkeit, durch den Verkauf der nicht benötigten Lebensmittel ihre zum Leben erforderlichen Ausgaben zu erwirtschaften. Hilfe zur Selbsthilfe, ganz im Sinne unseres Gründungsvaters Adolph Kolping. Die Mitglieder der örtlichen Kolpingsfamilien produzieren hochwertige Kassavasetzlinge, produzieren und verkaufen die Kassavawurzeln als Lebensmittel. Zum Teil verarbeiten sie diese auch weiter zu reinem, weißem Kassavamehl, das sehr gefragt ist in der Bevölkerung.

Ob im Jahr 2023 wieder der Itzumer Nikolausmarkt organisiert werden kann, wird die Zukunft zeigen. Dazu sind zahlreiche Helfer erforderlich, um all die erforderlichen Arbeiten erledigen zu können. Falls dies nicht machbar sein wird aus welchen Gründen auch immer, so wird es sicherlich wieder ein Itzumer Nikolausjournal 2023 geben. Denn Solidarität mit bedürftigen Menschen in anderen Teilen der Erde, aber auch bei uns in unserer Nachbarschaft, gehört zu den mitmenschlichen Verpflichtungen für uns alle, die wir in gesicherten Verhältnissen leben dürfen.-bd-