DANKE …. und auf Wiedersehen!

Seit über 20 Jahren bin ich nun hier in der Pfarrgemeinde Liebfrauen tätig. Eine lange Zeit, in der sich viel in Kirche verändert hat. Mein Büro war damals im Pfarrhaus von St. Georg. Nach dem Umzug mit meiner Familie auf die Marienburger Höhe 2013 habe ich mein Büro im Pfarrhaus von Liebfrauen bezogen. >>> WEITER LESEN MIT KLICK AUF DIE ÜBERSCHRIFT!

Als das Pfarrhaus Liebfrauen an die Universität vermietet wurde, bin ich mit meinem Büro ins Pfarrhaus von St. Godehard an den Lappenberg gezogen. Diese Umzüge sind für mich ein Sinnbild für die Zeit, die ich hier in der Pfarrei und auch im Dekanat erlebe. Es war immer viel in Bewegung und es hat sich viel verändert. Diese Veränderungen waren für mich Herausforderung und Chance zugleich. Vieles ist entstanden – manchmal habe ich es auch als eine Zerreißprobe zu Bestehendem erlebt. Nicht immer einfach. Ich bin dankbar für so viele Begegnungen und die Zusammenarbeit in ganz unterschiedlichen Teams mit hauptberuflich und ehrenamtlich Tätigen. Die Arbeit in Teams und die Vernetzung hat mir immer viel Freude gemacht.

Es tut mir leid, wenn ich Menschen verletzt habe, weil ich sie in ihrer Situation, in ihrem Kirche-sein nicht ernst genommen und wertgeschätzt habe.

Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie hat sich meine Arbeit immer mehr auf die Straße verlagert. Auf der Straße bin ich unendlich vielen Menschen begegnet und ich hatte immer mehr das Gefühl, als streetworkerin unterwegs zu sein. Das ist und bleibt auch für mich meine Priorität: der Mensch! Ich möchte präsent sein, zuhören, die Menschen ernst nehmen, sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten und unterstützen. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Ich bin sehr dankbar für diese lebendigen Erfahrungen im ganz Kleinen und in größeren Zusammenhängen.

Das gilt auch für meine Arbeit in der Justizvollzugsanstalt für Frauen, in der ich seit zweieinhalb Jahren tätig bin. Auch dort geht es für mich um den Menschen – nicht um die Täterin. Ich bin dort unterwegs – auf den Fluren und in den Hafträumen.

Nun wartet auf mich eine neue Herausforderung: ab Mitte August werde ich neben meiner Arbeit in der JVA als Klinikseelsorgerin im Helios-Klinikum beginnen. Ich freue mich auf diese neue Aufgabe. Mit einer großen Schatzkiste an Erfahrungen und Erlebnissen und mit viel Dankbarkeit im Gepäck geht mein Weg nun weiter. Ich werde mich an unseren drei Kirchorten in folgenden Gottesdiensten verabschieden:

Sa., 17. Juli, 18:00 Uhr in St. Joseph
So., 18. Juli, 09:30 Uhr in St. Georg
So., 12. September, 11:00 Uhr in Liebfrauen

Ich würde mich freuen, der einen oder dem anderen dort noch mal persönlich Danke sagen zu können.

Herzliche Grüße und Adios.

Angelika Röde