„Pott heißa!“ in St. Georg

„St. Georgs Hütten-Gaudi“ war das Motto des diesjährigen Gemeindefaschings der Liebfrauengemeinde am 10.02.2018 im Pfarrheim von St. Georg in Itzum.

Kreativ und liebevoll bis ins Detail war das Pfarrheim in eine Almhütte verzaubert und in entsprechendem Outfit empfingen Werni, Frau Susi, Anni und Vroni - die Hüttencrew - die Dirndlträgerinnen und Mannsbilder in Lederhosen, zu denen sich ein wahrhaftiger Schnee"mann" gesellte. Nachdem allen klar war, dass die letzte Seilbahn talwärts erst am frühen Morgen wieder fahren würde, begrüßte die Hüttenwirtin Vroni alle mit einem zünftigen „Grüß Gott“ und führte gekonnt und lustig durch das Hüttenprogramm und kündigte namhafte Gäste aus dem Showbusiness an: „Maria und Margot Hellwig“. Das weltbekannte Gesangsduo schmetterte zur großen Begeisterung der Hüttenbesatzung seinen Hit „Servus, Grüezi und Hallo“ – und als Zugabe gab es ein Fotoshooting mit den Stars und den Dirndlträgerinnen auf der Hütte.

Kirchenglockenklang und Hallelujagesang begleitete den Einzug der Bischöfinnen zu ihrer Bischöfinnenkonferenz, bei der es thematisch überwiegend um die Aufnahme von Männern in die Kirche ging – sehr zum Gaudi aller Hüttengäste.

Auch der Teufel hatte sich wieder in die Hölle „St. Georgshütte“ verirrt, wo er vergeblich nach Itzumern suchte, aber doch einige Plätze freihalten wollte. Dann las er allen humorvoll die Leviten, erteilte eine Lektion zur Lebensweise in der Fastenzeit und nahm dabei kritisch Empfehlungen der Broschüre „Fastenaktion für Klimaschutz & Klimagerechtigkeit“ auf die Schippe.

Unerwartet bekamen alle in der Hütte ein Ei geschenkt – von der Eierfrau, die einer Kundin statt 100 nur 60 Eier geschickt und wortgewaltig in die Tüte zählt, denn „Mei Kass stimmt immer!“

Dem verspätet Anreisenden gelingt es nicht, nur mit der Hälfte seines Koffers alle Formalitäten bei der Einreise zu erfüllen, hat aber die Lacher auf seiner Seite.

Der Auftritt des Chores der „Faschingsgeorgisten“ erfüllt dann die ganze Hütte mit gemeinsamem und lautstarkem Gesang, bevor in einer szenischen Darstellung Missverständnisse im Krankenhaus offenkundig werden, die weit reichende Folgen haben können, wenn nämlich die Krankenschwester zum Patienten nicht nur sagt, „wir nehmen jetzt unsere Tablette“ sondern auch, „wir gehen jetzt ins Bett“.

Nachdem „Erna und Otto“ ausführlich über üblen Geruch im Theater diskutiert hatten, den Hüttengästen der Gestank förmlich in die Nase zog und ihre Lachmuskeln strapazierte, erfüllte Werni bis zum frühen Morgen heiße Musikwünsche bei ausgelassener Stimmung.

Hüttensuppe, Brezeln, Fleischpflanzerln und für Vegetarier Käsespieße versorgten hungrige Mägen.

Dank sei den vielen gesagt, die beim Auf- und Abbau geholfen und Spaß hatten sowie allen, die sich mit Beiträgen engagierten und über den Applaus der Hüttengäste freuen konnten. Eine sehr gelungene Hüttengaudi – wer nicht dabei war, hat etwas versäumt! –wr-