Erstkommunion


Wo zwei oder drei …..- 5. Vorbereitungstreffen zur Erstkommunion

Bei unserem Treffen saßen wir das erste Mal zusammen an einem großen Tisch. Wir haben gehört, dass Jesus in Jerusalem ein Fest (Pascha) mit seinen Freunden gefeiert hat. Zusammen haben wir überlegt, was bei uns zu Hause bei einem Fest vorbereitet wird und auf den Tisch kommt: Kerzen, Blumen, Tischdecke, Teller und Besteck, verschiedene Speisen und Getränke.
Die Gruppenkerzen, Efeu und Buchsbaum waren bei uns die Tischdeko. Jedes Kind bekam eine Serviette als „Tischdecke“, ein Weinglas gefüllt mit Traubensaft und ein Stück Brot. Wir haben von Jesus gehört, der seinen Jüngern das gemeinsame Mahl als Erinnerung an seine Botschaft geschenkt hat. Jede Eucharistiefeier („Danksagung“) in der Kirche lässt Jesu Leben und Wirken wieder neu lebendig werden. Brot und Wein erinnern uns an die dahinter stehende(n) Geschichte(n) von Jesus und markieren Gottes Gegenwart in der Feier.
So haben die Kinder in der Kleingruppe sich gegenseitig erzählt, was für sie hinter einem mitgebrachten Gegenstand steht. Welche Geschichte oder Erinnerung für sie damit verbunden ist. Die Gruppe sieht nur einen normalen Kompass, aber „ich denke immer an meinen Opa, der mir diesen Kompass geschenkt hat und verbinde damit ganz viele Erlebnisse und Begegnungen mit ihm ….“ Nicht der Kompass ist das wichtige, sondern die Geschichten und Erlebnisse, die dahinterstecken sind ganz wichtig.
So haben wir auch im anschließenden Gottesdienst mit den Eltern die Gegenstände der Kinder noch einmal auf die Altarstufen gelegt und einzelne „dahinter steckt-“ Geschichten gehört.
Die Erinnerung an Jesu Leben und seine Botschaft wird durch das Teilen von Brot und Wein verdeutlicht. Entsprechend wurden von den Kindern Kelch und Hostienschale auf den Altar gestellt.

In der nächsten Woche feiern wir mit Pfarrer Wolfgang Voges eine Eucharistie zur Vorbereitung auf den Gottesdienst am Tag der Erstkommunion.

… und versammeln uns wieder in Jesu Namen, damit er unter uns ist, uns ermutigt und seinen Segen schenkt.

Barmherzigkeit ermöglicht Versöhnung - 4. Vorbereitungstreffen zur Erstkommunion in St. Georg

Nach einer kurzen Pantomime war für die Kinder klar: Vertragen oder Versöhnen steht im Mittelpunkt unseres vierten Treffens. Nach Taufe, Beten und Teilen „floss“ aus der großen Bibel wieder eine neue Erzählung: Das Gleichnis vom barmherzigen Vater (LK 15,11 ff.).
Wir haben es gehört und dabei entstand gleichzeitig ein Bodenbild. Die Kinder haben über die möglichen Gedanken und Gefühle des Sohnes sowie des Vaters nachgedacht, sich in kleinen Murmelrunden ausgetauscht und es anschließend mit der Großgruppe geteilt.
In der anschließenden Kleingruppe konnte jeder mithilfe von „Sinnen“ einen Blick auf das eigene Verhalten werfen.

Manches gelingt gut, kann man gut und strahlt aus wie eine schöne Sommerblume auf der Wiese, so dass es jedes Kind auf „seiner“ Blume malen oder schreiben konnte.
Manches Verhalten drückt einen wie ein schwerer Rucksack, der auf den Schultern lastet.
Die Kinder haben sich individuell am Tisch, auf Decken oder unter Tischen einen Rückzugsraum gesucht, um in Ruhe zu entdecken, wie ihr „Rucksack“ (auf einem Blatt Papier) mit eigenen Fehlern oder Fehlverhalten bereits gefüllt ist, die ihnen leid tun.

Vor dem Pfarrheim haben sich die Kinder ein Stück Holz selbst abgesägt und ihren Rucksack daran festgebunden.
Mit diesem schweren Rucksack muss keiner allein bleiben, sondern wir Menschen sich eingeladen, unser Fehlen (unsere Sünden) vor Gott zu tragen, auszusprechen, zu bekennen und um Vergebung zu bitten, wenn wir unsere Fehler erkennen und bereuen.
Unter der Empore haben wir uns in der Kirche als ganze Gruppe ganz leise bei Musik versammelt und jedes Kind konnte alleine vorne im Altarraum seine Last symbolisch als Stein am Kreuz ablegen, seinen Rucksack, der drückt, in die Feuerschale legen und als Zeichen der Versöhnung eine Kerze bei der Jesus tragenden Maria entzünden. Beim Gang durch die Kirche konnte sich jedes Kind begleitet von leiser Gitarrenmusik still seine eigenen Gedanken machen.
Im abschließenden Gottesdienst mit den Familien haben wir das Gleichnis noch einmal gehört. Gott macht uns immer wieder das Angebot sich mit ihm zu versöhnen. Wie der barmherzige Vater kommt er uns entgegen, wenn wir uns zu unseren Fehlern bekennen. Wie Gott sich auf den Weg macht und Barmherzigkeit zeigt, sollen auch wir aktiv werden und einander verzeihen, falls es z. B. zu einem Streit gekommen ist.
Zum Abschluss des Gottesdienstes haben wir draußen nach dem Segen ein Segenslied für die kommende Zeit gesunden, die Holzstücke mit den persönlichen „Rucksäcken“ in der Feuerschale verbrannt und im Gespräch das Treffen am wärmenden Feuer ausklingen lassen. -rr-wr-

3. Teil der Vorbereitung zur Erstkommunion in St. Georg

Jesus teilt als Sohn Gottes sein Leben mit den Menschen.

Nach den Themen Taufe und Beten stand im 3. Teil der Erstkommunionvorbereitung Jesus und das Teilen im Mittelpunkt.
Nach dem Schöpfungsbericht als Anfang des Alten Testaments (AT) wurden verschiedene Erzählungen über Jesus aus dem Neuen Testament (NT) ausgerollt, weil gebundene Bücher zur Zeit Jesu nicht bekannt waren. Nach Jesu Geburt im Stall haben wir vom erwachsenen Jesus erfahren, dass er ohne Internet und andere Technik nur mit seinen Geschichten, die den damaligen Alltag aufgriffen, Menschen angesprochen hat. Mit den erzählten Bildern (guter Hirt) und seinen Handlungen (Heilung von kranken Menschen) hat Jesus den Menschen eine Ahnung von Gottes Liebe zu den Menschen aufgezeigt.
Jesus war Jude, bestätigte den alten Bund (Regenbogen) und die 10 Gebote , aber stellte diese nicht über die Menschen, sondern betonte stets, dass sie den Menschen helfen und unterstützen sollen. Deshalb heilte er auch am Sabbat und handelte bewusst gegen das Gebot der Arbeitsruhe. Das gefiel nicht allen und Jesus stellte mit seiner Art des Lebens und seiner Haltung einiges infrage. Manche Mitmenschen waren richtig wütend auf ihn, weil sie Angst hatten ihren Einfluss oder ihre Macht zu verlieren.
Deshalb planten manche Jesus töten zu lassen.
Jesus ahnte dies und wollte, dass das wichtigste Gebot „Du sollst deinen Gott wie deinen Nächsten und dich selbst lieben“ auch nach seinem Tod weiter von Menschen gelebt wird. Ihm war Gemeinschaft im Hören, Sprechen, Essen und Trinken immer wichtig. So versammeln wir uns bis heute als Kirche in Gemeinschaft um den Tisch (Altar), beten, bekennen unseren Glauben im Glaubensbekenntnis (Credo), teilen Bibelstellen, Brot und Wein miteinander, um gestärkt und mit Gottes Geistkraft die Welt für alle ein Stückchen besser zu machen.
Das klappt z. B. durch Teilen. In der Geschichte von der Brotvermehrung (Fünf Brote und zwei Fische; Mt 14,13-21) wird das geteilt, was da ist. Und alle werden satt. So erlebten wir auch eine Überraschung im Stuhlkreis.
Nach Beratung gab es Vorschläge wie man Gummibären teilen kann, weil für 21 Personen nur 20 Tütchen in der großen Packung waren. Aber nach dem Aufreißen reichte es für alle. Denn es waren 21 Tütchen verpackt worden.
Diese „Vermehrung“ werden auch Menschen spüren, die von der Gemeinde Guter Hirt betreut werden. Denn die zum Altar im Gottesdienst mitgebrachten Lebensmittelspenden füllten mehr als eine große Kiste! DANKE, sagt der soziale Mittagstisch Guter Hirt unseren Kommunionkindern- und eltern. In den Gruppen wurde die Geschichte der Heiligen Elisabeth von Thüringen erzählt und ein Brot in Tüchern entdeckt, die zunächst wie zu einer Rosenblüte zusammengelegt waren.
Wir können aber auch unsere Zeit und unser „Herz“ – unsere Liebe - mit anderen teilen. Entsprechend konnten die Erstkommunionkinder je ein Herz mit einer Person im Gottesdienst teilen und daran erinnern, immer wieder im Alltag darauf zu achten, dass die Herzen zusammenkommen.

 

Erstkommunion St. Georg

BETEN - Du hast mich erforscht und du kennst mich (Psalm 139)

Beim zweiten Treffen ging es nach der Taufe (1. Treffen) um das Beten als Christ. Wo, wie, wann, warum und mit wem beten wir zu Gott in welcher Haltung? Die Erstkommunionkinder erzählten Beispiele aus ihrem Leben und entdeckten, dass die Frage nach dem Beten keine Kinderfrage ist, sondern bereits Jesus den Jüngern Hinweise zum Beten gab.

Jesus lehrte seine Jünger das Vaterunser (Mt 6,5-15), das die Kinder in verschiedenen Bibelausgaben lesen konnten. Dabei unterschieden sich die Bibelausgaben in Größe, Ausstattung, Gewicht, Schrift und sogar Sprache sehr.

Gemeinsam wurde ein Psalm im Wechsel sowie das Vaterunser gesprochen und letzteres zusätzlich mit Gesten ausgedrückt.

In den Kleingruppen entstanden die ersten eigenen Gebete.

Alles zusammen floss in den Gottesdienst ein, der gemeinsam mit den Eltern in der Kirche gefeiert wurde. Hier fanden innerhalb der Liturgie das Psalmgebet (Ps 139), das Evangelium zum Vaterunser (Mt 6) und die selbst geschriebenen Fürbitten ihren Platz. Die Fürbitten „erfüllten“ den Kirchraum, weil nach jeder Bitte die Kinder selbst Weihrauch auflegen konnten.

Mit dem Segen verabschiedeten sich Kinder, Eltern und Katecheten wieder voneinander bis zum nächsten Treffen am Sonntag, 13.2., um 10:00 Uhr in St. Georg.

Erstkommunion St. Georg gestartet

Am 3.12. haben sich 16 Kinder und 6 Katecheten im Pfarrheim St. Georg auf den Weg zur Erstkommunion gemacht, sich mit ihren Namen kennengelernt und sich gegenseitig vorgestellt.

Mit dem Liedruf „Wo zwei oder drei …“ haben wir Jesus in unserer Mitte begrüßt und festgestellt, dass wir mit der Taufe unseren Namen bekommen haben und Christen geworden sind, deren Erkennungssymbol das Kreuz ist.

Als Christen versuchen wir Jesu Botschaft im Sprechen und Tun zu vergrößern, wie das Licht im Raum mit jeder Kerze heller wird.

Als Zeichen und zur eigenen Erinnerung und Bestärkung erhielten Kinder und Katecheten ein Kreuz aus Boliven, weil unser Bistum mit den Menschen eine besondere Partnerschaft verbindet.

In zwei Gruppen beschäftigten sich die Kommunionkinder mit der Taufe und ihren Symbolen, in dem sie teilweise Dinge von ihrer eigenen Taufe (Kleid, Kerze, Bilder …) mitgebracht haben. Anschließend wurde gemeinsam jeweils eine Gruppenkerze gestaltet. Beide Kerzen wurden zum Abschluss der Gruppenarbeit zum Gottesdienst in die Kirche mitgebracht. Sie finden bis zur Erstkommunion ihren Platz an unserem Kirchenpatron, dem Hl. Georg, auf das er uns mit seiner Fürsprache begleitet.

Unsere Kirche war fast nur durch Kerzenlicht erhellt, um besonders die erste Adventskerze (wir warten…. ) und die Osterkerze (Gott ist da) ins rechte Licht zu setzen sowie aus dem Evangelium die Stelle von Jesu Taufe (MK 1,9-13) zu hören und zu bedenken. Mit dem Segen geht es nun in die weitere Advents- und Weihnachtszeit bis zum nächsten Treffen am 15.1. um 10:00 Uhr im Pfarrheim St. Georg.